INTEGRATIVE HUMANPHYSIOLOGISCHE
FORSCHUNG UNTER SCHWERELOSIGKEIT


Langzeitmissionen ins All sind aus operationeller und medizinisch-physiologischer Sicht im wesentlichen durch folgende Eigenschaften charakterisiert:
  • Dauer der Fluges
  • große Autonomie der Mission
  • unterschiedliche Gravitationsbelastungen (Hyper-g während Start und Landung,  Mikro-g während des interplanetaren Transits, Hypo-g beim Aufenthalt auf dem Mond oder Mars, artifizielle G-Belastungen),
  • psycho-physiologische und soziale Probleme
  • kosmische Strahlung 
  • hypo-magnetische Umwelt.
Diese außergewöhnlichen natürlichen und artifiziellen Umweltbedingungen bei einem Langzeitflug ins All in einem Raumschiff oder auf einer Mond-/Marsbasis können medizinisch-physiologische, anatomische, biomechanische und psycho-soziale Veränderungen hervorrufen, die sowohl die Leistungsfähigkeit, Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden („well-being“) des Astronauten/Kosmonauten (Geschmack- und Tastsinne, Reaktionszeiten, grob- und feinmotorische Bewegungsabläufe, Muskelkraft etc.) als auch die Crew-Sicherheit, das Gesundheitsmanagement und die Trainingsprogramme nachhaltig und in vielschichtiger Weise beeinflussen.

Integrative humanphysiologische Forschung unter Schwerelosigkeit versucht, diese vielschichtigen, sich eventuell gegenseitig beeinflussenden Veränderungen des Organismus im All zu erforschen und gleichzeitig sinnvolle Gegenmaßnahmen zum Schutz des Körpers und der Aufrechterhaltung seiner Leistungsfähigkeit im All zu entwickeln.

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